Jeder Tag

Jeder Tag – ein neuer Anfang –
Neues Spiel und neues Glück.
Jeden Tag die Welt verbessern
Und sei es auch nur Stück für Stück.

Jeden Tag von neuem träumen,
Dass Weltfrieden möglich ist.
Jeden Tag von neuem glauben
An eine Freundschaft ohne Zwist.

Jeden Tag die faire Chance,
Neue Wege zu begehen.
Jeden Tag den Hoffnungsschimmer,
Alles wird schon gut ausgehen.

Jeden Tag die Macht zu haben,
Meine Richtung zu bestimmen.
Jeden Tag die Kraft zu haben,
Auch gegen den Strom zu schwimmen.

Jeden Tag glauben zu können,
Dass ich jemandem wichtig bin.
Immer die Gewissheit haben:
Jeder Tag ist ein Neubeginn!
S. C. O.

Ein „typischer Fall von denkste“… ?

 

Privatfoto: © S. C. Orucoglu


„Im Spiegel ist es tatsächlich immer genau das,
wonach es gerade aussieht“, steht auf einem selbstgebastelten Pfeil geschrieben, der in meiner Diele auf einen dort angebrachten Spiegel weist.

„Ist es nicht“, erwähnte irgendwann mal meine beste Freundin,
denn immerhin sei nun mal alles,
was im Spiegel zu sehen ist, seitenverkehrt darg
estellt. Und wie so oft – ich schätze als
kreative Chaotin ihre „Bodenhaftung“ – hat sie recht.


Selbst i
m Spiegel ist es also ganz offenbar nicht wirklich das, wonach es gerade aussieht. Dies wohl nicht zuletzt, weil ich sobald ich in ihn hineinschaue immer nur eine reduzierte Sicht auf einen Teilbereich habe, was ich als allgemeine „anatomische Grenze“ meinem „natürlich“ eingeschränkten Blickfeld verdanke. Somit ist und bleibt alles, was ich nicht wie ein Beobachter in der „Totalen“ wahrnehmen kann, ein für mich „blinder Fleck“.

Wir sehen im Spiegel also alles immer nur reduziert und bezogen auf das, was wir sehen können und dann auch tatsächlich sehen wollen. Für eine objektive Beobachtung – also für das eigene Spiegeln unserer selbst sind wir rein anatomisch einfach nicht „ausgelegt“. Wer also dem glaubt, was der Spiegel ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten „enthüllen“ darf, legt zuvor schon selbst das vermeintlich objektive Ergebnis fest.

Dementsprechend wäre die Tatsache, daran zu glauben, dass das, was wir im Spiegel sehen oder eben oftmals sehen wollen, demselben Bild entspricht, das ein neutraler Beobachter zur gleichen Zeit von uns wahrnehmen würde,  ein Trugschluss.

Damit wird dann allerdings endlich einmal etwas genau zu dem, wonach es sich auch gerade anhört:

Es handelt sich bei aller „Selbstspiegelei“ immer um einen „typischen Fall von denkste“… ?

Der Gaukler

 

Privatfoto: © S. C. Orucoglu


Ich bin ein Gaukler

Leg’ mir die Welt zurecht
Leb’ meine Träume
Und halte sie für echt

Ich bin ein Gaukler
Bring’ Licht in deine Welt
Geb’ mal den Clown
Und mal den Superheld

Ich bin ein Gaukler
Mal’ meine Welt bunt an
Sodass dein Auge
Sich daran weiden kann

Ich bin ein Gaukler
Ich mach’ euch gern was vor
Und treffe hier und da
Auch auf ein offenes Ohr

Ich bin ein Gaukler
Will, dass du glücklich bist
Wenn das die „Ordnung“ sprengt
Bin ich gern Anarchist

S. C. O.