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Die Gedanken sind frei – ein zeitloses Lied

Es handelt sich hierbei um ein Volks- und Freiheitslied, das seinen Ursprung etwa am Ende des 18. Jahrhunderts fand und textlich in verschiedenen Versionen bis heute bekannt ist.

Mögen die Zeilen sich teilweise auch dem Zeitgeist entsprechend verändert haben, so überdauert noch immer die Botschaft über die Generationen hinaus:

Die Gedanken sind und bleiben frei!

Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen
mit Pulver und Blei.
Die Gedanken sind frei!

Ich denke, was ich will
und was mich beglücket,
doch alles in der Still‘,
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!

Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke;
denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!

Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen,
und will mich auch nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
Die Gedanken sind frei!

 

Verkehrte Welt

Linkshänder sind echt arm dran –
Schreiben nicht mit der „guten Hand“.
Dass man mit links schneiden kann,
Bringt Rechtshänder um den Verstand.

In der linken Hand das Messer,
In der rechten Hand das Brot:
„Mann, mit rechts geht das doch besser!“ –
Mütter seh’n da gerne rot.

„Schneid’ dich nicht, du pass’ bloß auf!“ –
„Mensch, da kann man gar nicht hinseh’n!“
Nach zwanzig Mal regt’s nicht mehr auf,
Da kann man da schon drübersteh’n.

Linkshänder sein ist gar nicht leicht:
Alles läuft verkehrt herum!
Was man mit Geschick ausgleicht –
Tja, Linkshänder sind nicht dumm!

Da, wo Dinge heikel sind,
Wo’s schwierig wird, da allerdings,
Habe ich wieder Rückenwind
Und sage: “Das mach’ ich mit links!“

S. C. O. 

„Wer hat Angst vor der Verkäuferin???“

Gestern hörte ich tatsächlich in einem Warenhaus im „Vorübergehen“, wie eine Mutter zu ihrer kleinen Tochter sagte:

„Wenn du nicht lieb bist, dann hole ich die Verkäuferin!“

Ich staune und schmunzele „kopfschüttelnd“ beim Schreiben immer noch darüber: Ja, sprachlich war die „Drohung“ wohl „politisch korrekt“ – obwohl sich dies schon inhaltlich widerspricht aber „pädagogisch“ natürlich auf keinen Fall „wertvoll“… ?

??????

S. C. O.

Neulich bei Petrus…

Weiße Wolken überall
Und ich lande, Knall auf Fall,
Vor ’ner Tür auf der „Himmel“ steht –
Welcher Wind hat mich hierher geweht?

Denk’ mir okay und klingel‘ mal.
In der Tür steh’n, ohne Zahl,
Engel und bitten mich rein –
Na, ich will mal nicht so sein.

Man bietet mir Getränke an.
Vor mir sitzt ein alter Mann
Und nimmt die Personalien auf –
Woher kennt der meinen Lebenslauf?

Ich antworte, so gut ich kann,
Schau’ mir den Mann genauer an –
Weiß wirklich nicht, wie ich das find’ –
So ein altes Schlüsselkind!

Er sagt nur: „Tja, Du wohnst jetzt hier!“
Ich platz’ inzwischen schon vor Neugier,
Frag’: „Was passiert hier eigentlich?“
Der alte Mann sagt väterlich:

„Du bist hier in der Chefetage.“
Das Harfenspiel bringt mich in Rage.
„Außerdem trägt man hier Hemd.“
Okay, Kleiderordnung ist mir nicht fremd.

Er sagt: „Du bekommst Wolke drei.
Flügel gibt’s in Raum 102.
Im dritten Stock gibt’s Harfenunterricht…“
Ich versteh’ das alles nicht.

„Zum Thema Wolke muss ich sagen,
Ich kann Höhe nicht gut vertragen.
Und Nachthemden steh’n mir wirklich nicht.
Gibt’s nicht vielleicht auch Gitarrenunterricht?“

Petrus sagt nur: „Das ist nicht geplant.“
Er sieht mich streng an und er mahnt:
„Denk’ nur nicht an Revolution!
Daran gewöhnst Du Dich hier schon!“

Man grüßt hier ganztägig „Hosianna“.
Auf der Speisekarte steht nur Manna.
Hab’ nun auch das „Nachthemd“ an.
Nur die Flügel müssen noch dran.

Die seh’n aus, ziemlich mitgenommen,
Wohl gerade in die Mauser gekommen.
Na, will mal nicht so kritisch sein –
Jetzt fehlt nur noch der Heiligenschein.

Bin wie geblendet von dem Schimmer
Und suche hektisch nach dem Dimmer.
Auf einmal hör’ ich nur noch Krach
Und schweißgebadet werd’ ich wach.

Tja, Schwein gehabt, war nur ein Traum.
Der Radiowecker füllt den Raum
Und brüllt Musik in meine Ohren –
Ich fühle mich wie neugeboren.

Die „Himmelsordnung“ darf noch warten.
Die Dinge, die sich offenbarten,
Sind gut für meinen Blutkreislauf:
Ich steh’ heut’ richtig gerne auf!

S. C. O.

Zwischen den Stühlen…

Da sitzt man zwischen den Stühlen – so sagen wir häufig – und es klingt dann eher danach, als sei dies ein überwiegend seltener Zustand. Aber sitzen wir gefühlt nicht öfter zwischen den Stühlen,
als es uns im Alltag bewusst ist? Steht nicht mitunter nur immer wieder etwas anderes auf den jeweiligen „Sitzpolstern“ dieser Stühle, zwischen denen man dann hin- und herschaukelt und versucht, sich „einzuschwingen“? Welche enormen Kräfte und Widersprüche muss man für sich zunächst in Einklang bringen – während man gleichzeitig darum ringt, sein Gleichgewicht und damit auch sich selbst in der eignen „inneren“ Balance zu halten…

Es ist oft zwischen Herz und Gewissen, zwischen Treue und Selbsttreue, zwischen „vorhandenen Mehrheiten“ und der eigenen Authentizität, zwischen Selbstpreisgabe und Kompromissen, zwischen möglichen Spannungen und dem eigenen „Grundbedürfnis“ nach Bequemlichkeit abzuwägen. Wir sind – wie ich glaube – recht leicht „verführbar“ dafür, uns kurzentschlossen anzupassen, weil es scheinbar weniger Energie kostet, weniger Auseinandersetzungen mit sich bringt. Aber: macht es uns glücklicher, zufriedener oder trägt es nicht eher dazu bei, sich gegen das eigene Empfinden, den eigenen Willen zu verändern und uns damit auch Stück für Stück von uns selbst zu entfernen?

Je öfter wir diesen scheinbaren „Energieverlust“ zu vermeiden versuchen, desto mehr laufen wir wohl Gefahr, uns selbst fremd zu werden oder vielleicht sogar irgendwann – bei allzu häufiger Anpassung an den Zeitgeist und mehrheitsfähigen Meinungen entgegen unserer eigentlichen Überzeugungen und Haltungen – uns für uns selbst bis zur eigenen Unkenntlichkeit zu entstellen…

S. C. O.

 

Ikarus‘ Bruder

 

Ich wusste nicht, wie mir geschah
Und war fast einer Ohnmacht nah.
Gewann zwei Flüge gleich „am Stück“ 
Bei Höhenangst ist das kein Glück.

Den einen tauscht’ ich und trat einen an,
Weil das ja auch „Therapie“ sein kann.
Mein Umfeld war auch hoch „erfreut“ 
Nur ich war wochenlang zerstreut.

Und heute ist es nun so weit –
Ich kämpfe mit der Übelkeit.
Das Herz rutscht schnurstracks in die Hose –
Nie wieder kaufe ich mir Lose!

Verkrampft nach innen und nach außen,
Der Motorsegler steht schon draußen.
Ich hör’ von fern den Motor stottern –
Gott, was können Knie schlottern!

Herbert Harborg winkt mich ran,
Jetzt ist’s zu spät. Jetzt bin ich dran.
Ich kletter’ wild entschlossen rein –
Und kämpf’ weiter mit Unwohlsein.

Während ’ne Faust mein Herz umkrallt,
Da bin ich auch schon angeschnallt.
Mich durchfährt ein kalter Schauer –
Und Herbert Harborg ruft den Tower.

Der gibt den Start frei – Jetzt geht’s los.
Wir ruckeln über Gras und Moos –
Und eh’ ich mich noch orientier’,
Liegt Wesel schon klein unter mir.

Die Angst ist jetzt wie weggeblasen.
Mein Herz hat aufgehört zu rasen.
Ich schaue fasziniert umher
Und beobachte das Wolkenmeer.

Häuser wie Spielzeuge nur groß.
Das Flugzeug schaukelt schwerelos.
Wir meistern das ganz souverän 
Kein Wunder bei dem Kapitän.

Nach Duisburg stimmt die „grobe Richtung“.
Ich beginne eifrig mit der Sichtung.
Alles sieht anders aus in Höhenlage 
Hab’ doch gewusst, dass ich versage.

So fliegen wir einfach „ins Blaue“
Und da ich mich nicht richtig traue,
Lass’ ich das Steuern lieber bleiben –
Ich will uns beide nicht entleiben.

Jetzt geht es ganz langsam retour.
Ich schaue überrascht zur Uhr.
Der Flugplatz ist alsbald zu sehen –
Wie schnell Minuten doch vergehen.

Begeistert von der Fliegerei
Sag’ ich, ganz ohne Schwindelei:
„Sie war’n der richtige Mann am Ruder 
Für mich sind Sie Ikarus’ Bruder!“

 

Anmerkung: Das Gedicht entstand direkt im Anschluss an den Flug am 13.09.2003 – also inklusive aller „Wechselbäder der Gefühle“ äußerst authentisch. Inzwischen habe ich den Vorzug, Herbert Harborg, der mir gestattet hat, ihn namentlich zu nennen, zu duzen. So ein Erlebnis verbindet nun einmal! ?

Ohne mich!

Das Gedicht entstand im Jahr 2002 – und hat für mich inhaltlich nichts an Gültigkeit und persönlicher Überzeugung verloren, sondern sich im Gegenteil mehr denn je bestätigt. 

Das verstehe ich unter dem Begriff Authentizität: dass Treue immer mit der Treue zu sich selbst beginnt und untrennbar mit der Eigenverantwortlichkeit für das an Werten orientierte Handeln verbunden ist, welches sich als bewusste Entscheidung aus der individuellen Essenz aller Erlebnisse, Einsichten und Rahmenbedingungen der Lebensgestaltung ableitet.

Ohne mich

Wetteifert um die besten Plätze.
Macht eure eigenen Gesetze.
Gebärdet euch ruhig lächerlich,
Doch dann läuft das nur ohne mich.

Giert weiter nur der Kohle nach.
Folgt weiter dem, der lauter sprach.
Beklagt euer Unglück, wie jämmerlich,
Doch das macht weiter ohne mich.

Zieht anderen die Beine weg.
Bezahlt euer Gewissen ruhig per Scheck.
Der Härteste, der feiert sich,
Auch das geht sehr gut ohne mich.

Zeigt mir, dass Güte möglich ist.
Besiegt lächelnd die Hinterlist.
Und macht ihr das auch öffentlich,
Dann läuft das niemals ohne mich.

S. C. O.

Was kostet die Welt?

 

Privatfoto: © S. C. Orucoglu

Dreckig, etwas ramponiert und müde, aber mit leuchtenden Augen – so sehen „kleine Heldinnen“ aus, wenn sie nach einem langen Tag „ihr Bündel“ niederlegen.

Das Foto entstand in der Wohnküche meiner Großeltern,
weil mein Onkel sich des „Gesamteindrucks“ nicht entziehen konnte – und er hat mir mit dieser Momentaufnahme ein „Lebensgefühl konserviert“ und als Erinnerung geschenkt.

Ich schaue mich an und sehe immer noch mich: nun jedoch älter, größer – und natürlich vieles weitere andere gesteigert auch. Aber damals wie heute bin ich noch immer auf dem Sprung und halte meine Augen offen.

„Was kostet die Welt?“ – so lautete ein „geflügeltes Wort“ dieser Zeit. Und die Antwort auf diese Frage blieb „bedeutungsvoll“ im Raum stehen – und damit gänzlich für alle „Spekulationen“ offen.

Das ist auch heute noch etwas, dem ich mich nur schwer entziehen kann: all jene Dinge und Fragen, die Denkweite geben, die die Phantasie beflügeln, wandelbar sind – kurz: denen ich mich ständig neu und völlig anders stellen kann, mal ernst und mal mit einem Augenzwinkern.

Ich mag es wirklich, wenn ich die Frage nach der Bedeutung oder der Interpretation der einen oder anderen Sache oder Aussage mit den Worten: „Es ist, was immer du willst!“ – zur jeweiligen eigenen Beurteilung dem anderen anbieten kann. Auch das ist Freiheit, die man einander lässt – für sich selbst Antworten finden, die nur für jeden individuell „stimmig“ sein müssen oder vielleicht manchmal noch nicht mal das…

Ich kann also – wie immer – nur für mich sprechen – denn schließlich bestimmt jeder selbst den Wert der Dinge, die ihn umgeben.

„Meine“ Welt „kostet“ mich mal ein Lächeln und manchmal auch einen dunklen Moment; sie lädt mich zu ihrer Eroberung ein und manchmal darf sie auch mal gerne ohne mich stattfinden. Ihr Preis ist meine Sicht auf sie und meine immerwährende Neugier auf alles das, was sie wohl noch so sein kann.

Die Wohnküche meiner Großeltern steht lebenslang für den jeweiligen Ausgangs- und Endpunkt der „ersten Expeditionen zur Eroberung meiner Welt“ – mein „Abenteuerspielplatz“ der frühen Jahre. Und sie ist und bleibt die innere Heimat eines nun langsam doch schon etwas „in die Jahre gekommenen“ alten Kindes… ?

Mein „kleiner Sommertagtraum“…

Heinrich Heines Gedicht „Nachtgedanken“, entstanden im Jahr 1843, beginnt mit den Worten: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht…“ – und heute, im Jahr 2018, sitze ich hier – und reibe mir erstaunt die Augen.

Ich sehe die heutigen Nachrichten und höre von Erleichterung, weil Horst Seehofer von seinem Rücktritt zurücktritt. Es schein in der Union und in der Koalition zunächst einmal ein kleines Aufatmen zu geben – und ich schüttele einfach nur noch den Kopf.

Wäre es jetzt nicht an der Zeit, dass einmal die Eitelkeiten, Befindlichkeiten und das Kalkül zurücktreten? Können „wir“ uns nicht einmal alle zusammenreißen und uns auf das konzentrieren, was unser Land und seine Menschen umtreibt, ihnen Angst macht, sie verunsichert und ihnen oftmals auch das Sicherheitsgefühl nimmt?

Ich persönlich möchte nicht ständig über „Lager“ hören und lesen, in denen Menschen eingepfercht werden – egal, was die Gründe hierfür sind und sein sollen. Es nimmt den Menschen die Würde: denen, die darin leben, und denen, die von draußen reinsehen. Man kann über die Flüchtlingssituation sicherlich sehr unterschiedlich denken und diskutieren, aber meine Erwartungshaltung ist, dass wir nicht vergessen, dass wir von und über Menschen sprechen – und dies gebietet zumindest einen Grundrespekt.

Ich verstehe viele, die in soziale Nöte geraten oder diese für sich befürchten – denn unsere Gesellschaft ist im Umgang miteinander distanzierter und kälter geworden. Die wirtschaftliche Unsicherheit, die „Umkehr der Alterspyramide“, die politische Situation – innen und außen – lassen viele Menschen gerade sehr pessimistisch oder auch sorgenvoll in die Zukunft sehen.

Ich wundere mich zunehmend, wie sehr wir aber zeitgleich zu verlernen scheinen, miteinander zu reden, aufeinander zuzugehen und uns mehr und mehr oftmals nur noch „minimalistisch“ in den „sozialen Medien“ austauschen, in denen verkürzte Texte immer zu mehr Problemen beizutragen scheinen, als zu deren Lösung. Wir beklagen die Oberflächlichkeit, den Werteverlust und vielfach auch das fehlende „Mit- und Füreinander“.

Ich sehe dabei mit wachsendem Unmut und Erstaunen, was die Politik und die Wirtschaft diesen Entwicklungen entgegensetzen – oder auch eben nicht.

Ich mache mir manchmal einen „Spaß“ daraus – wenn im Fernsehen Politiker sprechen, die ich zunächst keiner Partei zuordnen kann – die Augen zu schließen, ihnen zuzuhören und für mich zu raten, welcher Partei diese wohl angehören. Nach meinem Gefühl ist dies sehr schwierig geworden, denn es scheint sich eine gewisse „Beliebigkeit“ und „Anpassung an den Zeitgeist“ oder ein in manchen Situationen ganz offenbares „dem Wähler nach dem Mund reden“ eingeschlichen zu haben.

Ich vermisse die Politiker, deren Haltung ich nicht immer nachvollziehen konnte oder wollte, die aber unverwechselbar und klar in ihren Positionen und Ausrichtungen waren. Sie standen „für etwas“; sie zeigten „Flagge“; bezogen inhaltlich Stellung – vielleicht oftmals allen Befürchtungen vor dem Urteil und der Kritik anderer zum Trotze. Es gab sogar sehr viele, die wohl eher bewusst „polarisierten“, als unkritische „Lieblinge der Massen“ zu sein. Auch ein Stück „Zeitgeist“, das Schlagwort „Klasse statt Masse“ – irgendwann ist dies wohl nicht nur sprachlich leider mehr und mehr aus dem Alltag verschwunden.

Ich frage mich gerade in diesen Tagen, ob es einen Zusammenhang damit gibt, dass so viele Politiker aus den Anfängen unserer noch immer sehr jungen Demokratie nun – ihrem Lebensalter geschuldet – die politische Bühne verlassen haben. Eine Generation, die noch wusste, wie es ist, wie es sich anfühlt und was es für Leiden mit sich bringt, wenn Grundrechte fehlen, Freiheiten eingeschränkt sind und Angst, Willkür und im schlimmsten Falle auch Kriege und Flucht zum Alltag gehören.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, die…

… Politiker hat, die unsere „Staatsgemeinschaft“ anführen und die das Wohl und die Verantwortung für diese über ihre „individuellen Parteiziele“ stellen.

… eine Wirtschaft ihr Eigen nennt, für die ein freier und fairer Wettbewerb selbstverständlich ist und das dazugehörige Streben nach maximalem Gewinn nicht über die Interessen der Gemeinschaft gestellt wird.

… ihre Institutionen und sozialen Verbände bewusst stärkt, damit diese sich für Benachteiligte einsetzen und ihre Stimme für die erheben können, denen dies alleine nicht möglich ist.

… von ihren Kindern wieder das erlernt, was sie diesen von Generation zu Generation immerfort überliefert – und im eigenen Alltag der „Erwachsenen“ so oft selber wieder zu vergessen scheint, nämlich die goldene Regel: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“.

Leo Tolstoi wird der Ausspruch zugeschrieben: „Die Achtung hat die Welt erfunden, um den leeren Raum zu verschleiern, den die Liebe ausfüllen sollte.“

Vielleicht ist das doch schon ein guter Ausgangspunkt für uns alle: was wir auch immer sagen und machen mit einer konsequenten Ausrichtung auf die „Achtung“ eines bzw. des anderen zu begleiten.

Wie gesagt: einfach nur mein „kleiner Sommertagtraum“…

S. C. O.